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DIE DREISTIMMIGE WOHNUNG

 

Die Raumhülle dieser Berliner Altbauwohnung ist dreistimmig komponiert.

Die erste Stimme wird vom Bestand gespielt: den Dielenböden sowie den in drei gebrochenen Weißtönen gehaltenen Decken, Wände und Ausbauten.

Die zweite Stimme von polygonalen Körpern, die in ihrer Verschränkung Hohl- und Vollkörper bilden. Diese reagieren auf die Grundrissdiagonale, dienen einer alltagstauglichen Licht-, Blick- und Wegeführung und sind für die Funktionen, die sie übernehmen, maßgeschneidert, Das Elternbad wird zu einer sich zum Licht öffnenden freistehenden Skulptur aus drei Körpern: einem sich auffaltenden karminroten Fliesenteppich, der auch auch die Badewanne umfasst, einem englischroten Fliesentisch, in den auch das Waschbecken eingelassen ist, und der kirschrot gestrichenen Einhausung des WC. Diese drei Körper umspielen einen im Raum schwebenden, 2,50m langen, doppelseitigen Spiegel. Insgesamt werden die Flächen und Körper in elf Rottönen voneinander differenziert.

Die dritte Stimme sind die Innenflächen der Körper, die sich von den roten "Etuis" wie Futterale in hellen Blau- und Grüntönen absetzen. Diese Differenzierung in zwei Töne lässt die Kompositionsregeln klar hervortreten und weitet die Räume, Nischen, Aushöhlungen.

Mitarbeiter: Stefan Fuhlrott, Johannes Dziadek, Anne Heusmann

Fotografien: Frank Seehausen + Alexander von Reiswitz;

Fotografien Flurwand + Spiegel 2: Werner Huthmacher